Coronakrise: Was ist erlaubt, was nicht?

    Jüngst hat die Bundesregierung neue Regeln zur Einschränkung der sozialen Kontakte erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Frage, was nun eigentlich erlaubt ist und was nicht, verunsichert viele Menschen auch in unserer Region. Hier lesen Sie, was Sie über die neuen Regelungen wissen müssen:

    • Es gilt keine Ausgangssperre in Deutschland. Jeder ist angehalten, nähere und längere Kontakte zu anderen Personen auf ein Miminum zu reduzieren und den Kreis der Personen, zu denen nähere und längere Kontakte bestehen, möglichst konstant zu lassen.

    • In der Öffentlichkeit ist ein Mindesabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn eine Mund-Nase-Bedeckung getragen wird.

    • Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen oder von Personen aus zwei Haushalten sind gestattet. Hierbei muss der Mindestabstand und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht eingehalten werden.

    • Spielplätze sind geöffnet. Auch hier gelten die Kontaktbestimmungen und Abstandsregeln. Personen über 6 Jahren wird empfohlen eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen.

    • Sporttraining und Wettkampf in der Halle sind mit bis zu 30 Personen möglich, dies gilt auch für Kontaktsport. Es gilt die Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten. Bei Sportarten mit größerer Anstrengung, die eine verstärkte Atmung bedingen, muss der Mindesabstand verdoppelt werden.

    • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind unter Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen erlaubt.

    • Geöffnet sind Verkaufsstellen des Einzelhandels und Großhandels sowie Supermärkte, Lebensmittel- und Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Buchhandlungen, Büchereien, Bibliotheken, Archive, Banken, Sparkassen, Poststellen Tankstellen, Waschstraßen, Auto- und Fahrradhandel, Reinigungen und Waschsalons, Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. In Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm darf sich lediglich eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche aufhalten. In größeren Einrichtungen darf sich auf der 800 qm übersteigenden Verkaufsfläche nur 1 Person pro 20 qm Verkaufsfläche aufhalten.

    • Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Diese ist auch zu tragen, sofern man vor der Einrichtung auf den kontrollierten Einlass durch Personal warten muss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Pflicht des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung befreit sofern sie durch eine andere Maßnahme (z.B. Trennvorrichtung) geschützt werden.

    • Restaurants, Gaststätten, Vinotheken und Cafés (sowohl Innen- als auch Außengastronomie) können unter strengen Hygienebedingungen und Sicherheitsmaßnahmen öffnen. Reservierungen unter Angabe von Kontaktdaten sind notwendig. Eine Mund-Nase-Bedeckung ist vom Gast im Innenbereich der Einrichtung immer zu tragen und ist nur am Tisch selber entbehrlich. Beim Aufenthalt im abgegrenzten Außenbereich der Einrichtung ist eine Mund-Nase-Bedeckung nicht zwingend erforderlich. Der Verkauf von Speisen zum Mitnehmen ist gestattet. Verzehrt werden müssen die Speisen aber dann zu Hause. Lieferservice ist gestattet.

    • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder öffnen. Hier besteht eine Anmelde- und Reservierungspflicht.

    • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, insbesondere Friseursalons, Fußpflegeeinrichtungen, Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios, Massagepraxen. dürfen öffnen. Eine Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich.

    • Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen, Zirkusse u.ä. sind unter Einhaltung des Abstandsgebots und der Maskenpflicht wieder geöffnet. Eine Anmeldung und Registrierung ist erforderlich. Die Maske kann am Sitzplatz ausgezogen werden.

    • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind nur in Ausnahmefällen möglich.

    • Gottesdienste (keine Zusammenkünfte) in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Gebetshäusern sind unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erlaubt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, eine Mund-Nase-Bedeckung muss getragen werden. Die Religions- und Glaubensgemeinschaften oder ihre Dachorganisation erstellen Infektionsschutzkonzepte. Diese können bei den einzelnen Religions- und Glaubensgemeinschaften erfragt werden.

    • Standesamtliche Trauungen sind unter Auflagen mit einem begrenzten Personenkreis möglich.

    • Trauerfeiern sind unter Beachtung der für Gottesdienste geltenden Regeln für einen erweiterten Personenkreis zulässig.

    • Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. In Rheinland-Pfalz können diese bis zu 25 000 Euro betragen.

    Diese Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 31. August 2020.

    Die gesamte Verordnung in der aktuellen Version können Sie hier nachlesen:

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