Coronakrise: Was ist erlaubt, was nicht?

    Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben die Landesregierung mit der Corona-Bekämpfungsverordnung sowie die Kreisverwaltung Cochem-Zell mit einer Allgemeinverfügung Regeln zur Einschränkung der sozialen Kontakte erlassen. Die Frage, was nun eigentlich erlaubt ist und was nicht, verunsichert viele Menschen auch in unserer Region. Hier lesen Sie, was Sie über die Regelungen wissen müssen:

    • Es gilt keine Ausgangssperre in Deutschland. Jeder ist angehalten, nähere und längere Kontakte zu anderen Personen auf ein Miminum zu reduzieren und den Kreis der Personen, zu denen nähere und längere Kontakte bestehen, möglichst konstant zu lassen.

    • In der Öffentlichkeit ist ein Mindesabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn eine Mund-Nase-Bedeckung getragen wird.

    • Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen oder von Personen aus zwei Haushalten sind gestattet. Hierbei muss der Mindestabstand und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht eingehalten werden.

    • Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 250 Personen gleichzeitig anwesenden Personen unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zulässig. Es gilt eine Personenbegrenzung von einer Person pro 10 m² sowie das Abstandsgebot (1,5 m) und die Pflicht zur Kontakterfassung. In Warte- oder Abholsituationen gilt die Maskenpflicht.

    • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 75 gleichzeitig anwesenden Personen möglich. Dabei ist eine Begrenzung auf eine Person pro 10 m² Besucherfläche zu beachten. Hier gelten die Pflicht zur Kontakterfassung sowie die Maskenpflicht, die lediglich am Sitzplatz selber entfällt.

    • An nichtgewerblichen Veranstaltungen (z. B. Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern) dürfen bis zu 25 Personen auch in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten gleichzeitig teilnehmen. Der Teilnehmerkreis muss zuvor eindeutig festgelegt, die Kontaktdaten erfasst worden sein. Abstandsgebot und Maskenpflicht sind möglichst zu beachten.

    • Im Innenstadtbereich von Cochem gilt zwischen 07.00 und 19.00 Uhr eine Maskenpflicht. Die Bereiche sind durch Hinweisschilder markiert.

    • Spielplätze sind geöffnet. Auch hier gelten die Kontaktbestimmungen und Abstandsregeln. Personen über 6 Jahren wird empfohlen eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen.

    • Sporttraining und Wettkampf in der Halle sind mit bis zu 30 Personen möglich, dies gilt auch für Kontaktsport. Es gilt die Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten. Bei Sportarten mit größerer Anstrengung, die eine verstärkte Atmung bedingen, muss der Mindesabstand verdoppelt werden.

    • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind unter Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen erlaubt.

    • Geöffnet sind Verkaufsstellen des Einzelhandels und Großhandels sowie Supermärkte, Lebensmittel- und Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Buchhandlungen, Büchereien, Bibliotheken, Archive, Banken, Sparkassen, Poststellen Tankstellen, Waschstraßen, Auto- und Fahrradhandel, Reinigungen und Waschsalons, Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen ist auf eine Person pro 5 qm Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt.

    • Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Diese ist auch zu tragen, sofern man vor der Einrichtung auf Eden inlass warten muss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Pflicht des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung befreit, sofern sie durch eine andere Maßnahme (z.B. Trennvorrichtung) geschützt werden.

    • Restaurants, Gaststätten, Vinotheken und Cafés (sowohl Innen- als auch Außengastronomie) können unter strengen Hygienebedingungen und Sicherheitsmaßnahmen öffnen. Reservierungen unter Angabe von Kontaktdaten sind notwendig. Eine Mund-Nase-Bedeckung ist vom Gast im Innenbereich der Einrichtung immer zu tragen und ist nur am Tisch selber entbehrlich. Beim Aufenthalt im abgegrenzten Außenbereich der Einrichtung ist eine Mund-Nase-Bedeckung nicht zwingend erforderlich. Der Verkauf von Speisen zum Mitnehmen ist gestattet. Verzehrt werden müssen die Speisen aber dann zu Hause. Lieferservice ist gestattet.

    • In Rheinland-Pfalz gibt es aktuell kein Beherbungsverbot. Reisende mit Wohnsitz in Deutschland benötigen keinen negativen Corona-Test und unterliegen keiner Quarantänepflicht, auch wenn sie aus innerdeutschen Risikogebieten in unsere Verbandsgemeinde kommen. Für Einreisende aus Risikogebieten im Ausland gilt eine Quarantänepflicht. Sie sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden und dort auch Angaben über mögliche Symptome und einen Test zu machen. Die Quarantänepflicht gilt nicht für Personen, die sich lediglich auf der Durchreise befinden.   

    • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder öffnen. Hier besteht eine Anmelde- und Reservierungspflicht.

    • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, insbesondere Friseursalons, Fußpflegeeinrichtungen, Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios, Massagepraxen. dürfen öffnen. Eine Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich.

    • Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen, Zirkusse u.ä. sind unter Einhaltung Maskenpflicht geöffnet. Bei fest zugewiesenen Plätzen (die Sitzmöbel müssen hierbei nicht fest verschraubt oder verankert sein) ist eine "Schachbrettbestuhlung" zulässig. Eine Anmeldung und Registrierung ist erforderlich. Die Maske kann am Sitzplatz ausgezogen werden.

    • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind nur in Ausnahmefällen möglich.

    • Gottesdienste (keine Zusammenkünfte) in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Gebetshäusern sind unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erlaubt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, eine Mund-Nase-Bedeckung muss getragen werden. Die Religions- und Glaubensgemeinschaften oder ihre Dachorganisation erstellen Infektionsschutzkonzepte. Diese können bei den einzelnen Religions- und Glaubensgemeinschaften erfragt werden.

    • Standesamtliche Trauungen sind unter Auflagen mit einem begrenzten Personenkreis möglich.

    • Trauerfeiern sind unter Beachtung der für Gottesdienste geltenden Regeln für einen erweiterten Personenkreis zulässig.

    • Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. In Rheinland-Pfalz können diese bis zu 25 000 Euro betragen.

    Diese Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 31. Oktober 2020.

    Die gesamte Verordnung in der aktuellen Version können Sie hier nachlesen:

    Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen finden Sie unter "Datenschutz"