Coronakrise: Was ist erlaubt, was nicht?

    Jüngst hat die Bundesregierung neue Regeln zur Einschränkung der sozialen Kontakte erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Frage, was nun eigentlich erlaubt ist und was nicht, verunsichert viele Menschen auch in unserer Region. Hier lesen Sie, was Sie über die neuen Regelungen wissen müssen:

    • Es gilt keine Ausgangssperre in Deutschland. Man darf sich draußen allerdings nur alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands oder zusätzlich mit einer oder mehreren Personen eines weiteren Hausstands aufhalten.

    • In allen Bereichen gilt es, zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter einzuhalten.

    • Spielplätze sind wieder geöffnet. Auch hier gelten die Kontaktbestimmungen und Abstandsregeln. Personen über 6 Jahren wird empfohlen eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen.

    • Erlaubt sind sportliche Aktivitäten im Freien wie Joggen, Spazieren oder Radfahren. Auch Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt. Die Einhaltung des Kontaktverbots (s. Pkt. 1) und des Mindestabstands müssen auch hier eingehalten werden. Weiterhin erlaubt ist auch der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung der Kinder und zum Einkauf. Auch Arztbesuche oder wichtige Termine können wahrgenommen werden.

    • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungensind nicht erlaubt.

    • Geöffnet sind Verkaufsstellen des Einzelhandels und Großhandels sowie Supermärkte, Lebensmittel- und Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Buchhandlungen, Büchereien, Bibliotheken, Archive, Banken, Sparkassen, Poststellen Tankstellen, Waschstraßen, Auto- und Fahrradhandel, Reinigungen und Waschsalons, Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. In Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm darf sich lediglich eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche aufhalten. In größeren Einrichtungen darf sich auf der 800 qm übersteigenden Verkaufsfläche nur 1 Person pro 20 qm Verkaufsfläche aufhalten.

    • Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Dieser ist auch zu tragen, sofern man vor der Einrichtung auf den kontrollierten Einlass durch Personal warten muss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Pflicht des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung befreit sofern sie durch eine andere Maßnahme (z.B. Trennvorrichtung) geschützt werden.

    • Innerhalb der Wohnung soll der Kontakt zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt wohnen möglichst eingeschränkt werden. Feiern in Gruppen ist auch im privaten Raum nicht gestattet.

    • Restaurants, Gaststätten, Vinotheken und Cafés (sowohl Innen- als auch Außengastronomie) können zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr unter strengen Hygienebedingungen und Sicherheitsmaßnahmen wieder öffnen. Reservierungen unter Angabe von Kontaktdaten sind zwingend notwendig. Eine Mund-Nase-Bedeckung ist vom Gast immer zu tragen und ist nur am Tisch selber entbehrlich. Der Verkauf von Speisen zum Mitnehmen ist gestattet. Verzehrt werden müssen die Speisen aber dann zu Hause. Lieferservice ist gestattet.

    • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Jugendherbergen dürfen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder öffnen. Auf Campingplätzen dürfen nur Campingeinheiten und Wohnmobile genutzt und abgestellt werden, die über eigene sanitäre Einrichtungen verfügen. Die Nutzung öffentlicher Toilettenanlagen ist erlaubt, weitere öffentliche sanitäre Einrichtungen (z.B. öffentliche Duschen) müssen geschlossen bleiben.

    • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, insbesondere Friseursalons, Fußpflegeeinrichtungen, Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios, Massagepraxen. dürfen öffnen. Eine Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich.

    • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind nur in Ausnahmefällen möglich.

    • Gottesdienste (keine Zusammenkünfte) in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Gebetshäusern sind unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erlaubt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, eine Mund-Nase-Bedeckung muss getragen werden. Die Religions- und Glaubensgemeinschaften oder ihre Dachorganisation erstellen Infektionsschutzkonzepte. Diese können bei den einzelnen Religions- und Glaubensgemeinschaften erfragt werden.

    • Standesamtliche Trauungen sind unter Auflagen wieder mit einem begrenzten Personenkreis möglich.

    • Auch für einen Trauerfall wurden Lockerungen genehmigt. Trauergottesdienste in Kirchen sind unter Beachtung der für Gottesdienste geltenden Regeln für einen erweiterten Personenkreis zulässig.

    • Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. In Rheinland-Pfalz können diese bis zu 25 000 Euro betragen.

    Diese Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 26. Mai 2020.

    Die gesamte Verordnung in der aktuellen Version können Sie hier nachlesen:

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