Coronakrise: Was ist erlaubt, was nicht?

    Am 10. April 2021 wurden mit der aktualisierten 18. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz Lockerungen für vollständig geimpfte Personen festgelegt. Die Frage, was nun eigentlich erlaubt ist und was nicht, verunsichert viele Menschen auch in unserer Region. Hier lesen Sie, was Sie über die Regelungen wissen müssen:

    • Es gilt keine Ausgangssperre in Rheinland-Pfalz. Jeder ist angehalten, nähere und längere Kontakte zu anderen Personen auf ein Miminum zu reduzieren und den Kreis der Personen, zu denen nähere und längere Kontakte bestehen, möglichst konstant zu lassen.

    • Im öffentlichen Raum sind Zusammenkünfte zweier Hausstände mit max. fünf Personen emöglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahre können bei der Bestimmung der Personenzahl dabei außer Betracht bleiben. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.

    • Private Zusammenkünfte, die in der eigenen Wohnung oder anderene eigenen geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, sollen auf die Angehörigen von zwei Hausständen mit max. 5 Personen beschränkt werden. Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben bei dieser Regelung außer Betracht.

    • Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs haben geöffnet. In den Geschäftsräumen, in Wartesituationen und im unmittelbaren Umfeld der Geschäfte und auf den Parkplätzen ist eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 zu tragen. Es gilt eine Personenbeschränkung je nach Ladengröße.

    • Steigt der Inzidenzwert in den Kommunen für mindestens 3 Tage über 50, erfolgen wieder Einschränkungen. Dann ist in gewerblichen Einrichtungen nur noch ein sogenanntes "Termin-Shopping" möglich. Es dürfen Einzeltermine an Personen eines gemeinsamen Hausstandes vergeben werden. Zwischen zwei Einzelterminen müssen mind. 15 Minuten liegen, in denen die Räumlichkeiten gelüftet werden und Hygienemaßnahmen ergriffen werden. Abhol-, Liefer- oder Bringdienste nach vorheriger Bestellung sind zulässig. Steigt der Inzidenzwert für 3 aufeinander folgende Tage auf über 100, erfolgen weitere Einschränkungen wie Ausgangssperre, Kontaktreduzierung und Betriebsschließungen.

    • Restaurants, Gaststätten, Vinotheken und Cafés sind im Innenbereich geschlossen. Bei einem Inzidenzwert von unter 50 für mehrere Tage kann die Außengastronomie unter Auflagen (Negativtest, Terminvereinbarung, Maskenpflicht, Kontakterfassung) öffnen. Bring- oder Lieferdienste sind möglich. Auch darf man die Speisen selber abholen. Sollte es dabei zu Wartesituationen kommen, ist selbstverständlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    • Personen, die vollständig geimpft sind, deren letzte Impfung bereits 14 Tage her ist und symptomfrei sind, können bestimmte kontaktnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder die Außengastronomie besuchen, ohne der Testflicht nachkommen zu müssen.

    • Für vollständig geimpfte und symptomlose Personen gilt keine Pflicht zur Absonderung von Hausstandsangehörigen und Kontaktpersonen, es sei denn, sie sind Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen.

    • Veranstaltungen oder Ansammlungen von Personen im öffentlichen Raum oder in angemieteten oder zur Verfügung gestellten geschlossenen Räumen sind untersagt. Somit dürfen auch keine Geburtstagsfeiern oder Hochzeitsfeiern in angemieteten Räumen stattfinden.  

    • Spielplätze sind geöffnet. Auch hier gelten die Kontaktbestimmungen und Abstandsregeln. Personen über sechs Jahre wird empfohlen eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen. Erwachsene sind verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    • Amateur- und Freizeitsport ist alleine oder in Gruppen von max. 10 Personen mit einem Mindestabstand von 1,5 m im Freien möglich. Bei Kindern unter 14 Jahren sind Gruppengrößen von bis zu 20 Personen erlaubt. Kontaktsport bleibt weiterhin untersagt.

    • Schwimmbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

    • Außerschulischer Musikunterricht in Präsenzform ist als Einzelunterricht wieder erlaubt; allerdings nicht für Gesangsunterricht oder Untericht mit Blasinstumenten.

    • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Jugendherbergen, Campingplätze und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Sie können bei Bedarf ausschließlich für den nicht touristischen Reiseverkehr unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen öffnen.

    • Dienstleistungen, die hygienischen oder medizinischen Gründen dienen, dürfen mit Terminvergabe öffnen. Dazu gehören Friseursalons, Fußpflegeeinrichtungen, Podologie, Physio-, Ergo- oder Logotherapie u.ä. Hier gilt überall die Maskenpflicht. Auch Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios, Wellnessmassagepraxen und ähnliche Einrichtungen dürfen wieder öffnen. Kann während der Dienstleistung keine Maske getragen werden (z.B. bei der Bartrasur) ist vor der Inanspruchnahme der Dienstleistung der Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19 Schnelltests oder Selbsttest vorzuweisen.

    • Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen, Zirkusse, Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

    • Krankenhäuser und Pflegerinrichtungen dürfen nicht zu Besuchszwecken betreten werden.

    • Gottesdienste (keine Zusammenkünfte) in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Gebetshäusern sind unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erlaubt. Eine Anmeldungfrist bei weniger als 10 Teilnehmern entfällt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden. Die Religions- und Glaubensgemeinschaften oder ihre Dachorganisation erstellen Infektionsschutzkonzepte. Diese können bei den einzelnen Religions- und Glaubensgemeinschaften erfragt werden.

    • Standesamtliche Trauungen sind unter Auflagen mit einem begrenzten Personenkreis möglich. Anschließende Feiern in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumen sind hingegen untersagt.

    • Trauerfeiern sind unter Beachtung der für Gottesdienste geltenden Regeln für einen erweiterten Personenkreis zulässig. Anschließende Feiern in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumen sind hingegen untersagt.

    • Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. In Rheinland-Pfalz können diese bis zu 25 000 Euro betragen.


    Diese Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 25. April 2021.

    Die gesamte Verordnung in der aktuellen Version können Sie hier nachlesen:

    Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen finden Sie unter "Datenschutz"