Coronakrise: Was ist erlaubt, was nicht?

    Am 11. Januar 2021 traten mit der 15. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz zusätzliche Maßnahmen in Kraft, um die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin einzudämmen. Die Frage, was nun eigentlich erlaubt ist und was nicht, verunsichert viele Menschen auch in unserer Region. Hier lesen Sie, was Sie über die Regelungen wissen müssen:

    • Es gilt keine Ausgangssperre in Rheinland-Pfalz. Jeder ist angehalten, nähere und längere Kontakte zu anderen Personen auf ein Miminum zu reduzieren und den Kreis der Personen, zu denen nähere und längere Kontakte bestehen, möglichst konstant zu lassen.

    • Im öffentlichen Raum sind Zusammenkünfte eines Hausstandes mit max. einer weiteren Person eines anderen Hausstandes möglich. Kinder bis einschließlich sechs Jahre können bei der Bestimmung der Personenzahl dabei außer betracht bleiben. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.

    • Private Zusammenkünfte, die in der eigenen Wohnung oder anderene eigenen geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, sollen auf die Angehörigen des eigenen Hausstandes und max. einer weiteren Person eines anderen Hausstandes beschränkt werden. Kinder bis einschließlich sechs Jahre bleiben bei dieser Regelung außer Betracht.

    • Restaurants, Gaststätten, Vinotheken und Cafés (sowohl Innen- als auch Außengastronomie) sind geschlossen. Bring- oder Lieferdienste sind jedoch möglich. Auch darf man die Speisen selber abholen. Sollte es dabei zu Wartesituationen kommen, ist selbstverständlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    • Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs haben geöffnet. Alle anderen gewerblichen Einrichtungen haben geschlossen. Abhol-, Liefer- oder Bringdienste nach vorheriger bestellung sind jedoch zulässig. In den Geschäftsräumen, in Wartesituationen und im unmittelbaren Umfeld der Geschäfte und auf den Parkplätzen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    • Veranstaltungen oder Ansammlungen von Personen im öffentlichen Raum oder in angemieteten oder zur Verfügung gestellten geschlossenen Räumen sind untersagt. Somit dürfen auch keine Geburtstagsfeiern oder Hochzeitsfeiern in angemieteten Räumen stattfinden.  

    • Spielplätze sind geöffnet. Auch hier gelten die Kontaktbestimmungen und Abstandsregeln. Personen über sechs Jahre wird empfohlen eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen. Erwachsene sind verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    • Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftssportarten und im Kontaktsport ist untersagt. Im Freien kann man jedoch alleine, mit einer weiteren Person oder mit Personen des eigenen Hausstandes Sport wie z.B. Joggen betreiben.

    • Schwimmbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

    • Außerschulischer Musikunterricht in Präsenzform ist untersagt.

    • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Jugendherbergen, Campingplätze und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Sie können bei Bedarf ausschließlich für den nicht touristischen Reiseverkehr unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen öffnen.

    • Da der benötigte Abstand zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann, müssen Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios, Wellnessmassagepraxen und ähnliche Einrichtungen schließen. Dienstleistungen, die hygienischen oder medizinischen Gründen dienen, dürfen öffnen. Dazu gehören Friseursalons, Fußpflegeeinrichtungen, Podologie, Physio-, Ergo- oder Logotherapie u.ä. Hier gilt überall die Maskenpflicht.

    • Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen, Zirkusse, Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

    • Krankenhäuser und Pflegerinrichtungen dürfen nicht zu Besuchszwecken betreten werden.

    • Gottesdienste (keine Zusammenkünfte) in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Gebetshäusern sind unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erlaubt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden. Die Religions- und Glaubensgemeinschaften oder ihre Dachorganisation erstellen Infektionsschutzkonzepte. Diese können bei den einzelnen Religions- und Glaubensgemeinschaften erfragt werden.

    • Standesamtliche Trauungen sind unter Auflagen mit einem begrenzten Personenkreis möglich. Anschließende Feiern in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumen sind hingegen untersagt.

    • Trauerfeiern sind unter Beachtung der für Gottesdienste geltenden Regeln für einen erweiterten Personenkreis zulässig. Anschließende Feiern in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumen sind hingegen untersagt.

    • Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. In Rheinland-Pfalz können diese bis zu 25 000 Euro betragen.

    Diese Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 31. Januar 2021

    Die gesamte Verordnung in der aktuellen Version können Sie hier nachlesen:

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