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Topografische Lage

Die Ortsgemeinde Faid liegt zwischen Mosel und Eifel, sechs Kilometer entfernt von der Kreisstadt Cochem. Faid zählt zu den vier Höhengemeinden und ist mit 1.212 Einwohnern die zweitgrößte Einzelgemeinde in der Verbandsgemeinde Cochem-Land. Die Gemarkung hat eine Gesamtfläche von 823 ha, davon sind 363 ha Wald, 261 ha werden landwirtschaftlich genutzt. Die beste Rundumsicht hat man vom so genannten „Galgenkopf“ aus, er liegt 413 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte

Erstmals im Jahre 943 wird Faid urkundlich erwähnt in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Stablo in Belgien. Da an dem Ort schon zur Römerzeit eine wichtige Verbindungsstraße entlang führte, blieb Faid von den vielen Kriegen nicht verschont. Der Ort brannte zweimal fast vollständig ab und ist von den hier lebenden fleißigen Bewohnern mühevoll wieder aufgebaut worden. Die Legende berichtet, dass der Name Faid sich von Fett ableite, da das Dorf zum Herrschaftsbereich der Winneburger gehörte und Faid die Aufgabe hatte, die herrschaftliche Küche mit Fett zu versorgen. Wahrscheinlicher dürfte es allerdings sein, dass der Name vom lateinischen Wort „fagus“ herstammt, dieses Wort heißt Buch oder Buchenwald.

Kirchliches

Während des Mittelalters gehörten Faid und Dohr als Filialen zur katholischen Pfarrei Cochem. Bereits 1470 bemühten sich die Einwohner, durch Stiftung einer Frühmesse einen eigenen Gottesdienst, für ihre aus romanischer Zeit stammende Kapelle, zu erhalten. Im Jahre 1798 wurde Faid mit der Filiale Dohr zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben. Der heute noch vorhandene Hochaltar des hl. Stephanus stammt aus dem Jahre 1680. Die beiden Nebenaltäre im Barockstil sind der Mutter Gottes und dem hl. Josef geweiht. Die Pfarrkirche wurde im Jahre 1750 erbaut, ein Teil des romanischen Domes der alten Kirche blieb stehen. Die heutige Pfarrkirche wurde im Frühjahr 1972 unter Pfarrer Ludwig König vergrößert und umgebaut. Nach der Grundsteinlegung am 4. Februar 1972 erfolgte durch den Bischof von Morogoro Adrian Mkoba am 3. August 1975 die Einweihung der umgebauten Pfarrkirche St. Stephanus. Pfarrer Phu-Tho Mai ist seit November 2001 als Pfarrer der Seelsorgeeinheit Faid, Dohr und Büchel im Amt. Die evangelischen Christen in Faid gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Cochem.

Wappen

Zweimal gespaltener Schild im roten Feld ein aus dem Schildfuß wachsender goldener Abtsstab, silbernes Feld mit schwarzem, rot bewehrten Wolf mit roter Zunge. Rotes Feld mit goldener Palme. Wappenentwurf A. Friderichs, Zell.

Erklärung: Der goldene Abtsstab deutet auf die früheren Besitzungen der Stiftsherren von Pfalzel hin und auf weiteren Besitz der Klöster Himmerod, Springiersbach, Siegburg und Stuben, die im 19. Jahrhundert von der französischen Verwaltung versteigert wurden. Der schwarze Wolf ist aus dem Wappen von Stablo (Belgien) entliehen. Dieses Kloster wird als erstes von den Klöstern bereits im Jahre 943 in einer Schenkung in Faid bedacht. Die Palme ist das Attribut des Kirchenpatrons, des hl. Stephanus, der bereits in den Jahren 1470 und 1656 als Kirchenpatron genannt wird. Bereits in romanischer Zeit stand in Faid eine Kirche, deren Patronizium auf ein hohes Alter hinweist.

Wirtschaftsstruktur

Da die Moselgemeinden für eine Gewerbeansiedlung nicht den nötigen Platz bieten, wurde im Bereich der Gemeinde schon frühzeitig die Möglichkeit geschaffen, Gewerbe anzusiedeln, und damit in erster Linie natürlich Arbeitsplätze für die Region zu schaffen. Im Ort selbst und den ausgewiesenen zwei Gewerbegebieten finden sich fast alle Sparten von Handwerksbetrieben. Im Gewerbegebiet „Auf der Straße“ sind noch Gewerbeflächen verfügbar.

Die Versorgung der Bevölkerung ist in Faid noch sichergestellt durch einen „Tante Emma Laden“ und in der Ortsmitte durch den Laden einer Bäckerei mit Café.

Dorf- und Vereinsleben

Die Betreuung der Kinder wird durch einen Kindergarten mit zwei Gruppen sichergestellt. Die Lebenshilfe e.V. hat im Ort ein Wohnheim. Innerhalb des Ortes befinden sich ein Spielplatz sowie ein Bolzplatz mit Volleyballnetz, ein weiterer Ausbau ist geplant. Ein Sportplatz ist ebenfalls vorhanden. Die Grundschule befindet sich in der Nachbargemeinde Dohr. Das Gemeindehaus in der Ortsmitte ist der ideale Ort zur Durchführung von Familienfeiern / Empfängen / Schulungen und sonstigen Großveranstaltungen, da hier bis zu 450 Personen Platz finden. Auch die Ortsvereine nutzen das schöne Gemeindehaus für diverse Veranstaltungen.

Vereine

Die Freiwillige Feuerwehr Faid mit der Jugendfeuerwehr ist sehr engagiert und motiviert. Nachwuchsprobleme sind hier noch nicht zu erkennen. Der Sportverein unterhält den nahe gelegenen Sportplatz sowie einen Bolzplatz. Die Abteilungen des Sportvereins bieten für jeden etwas. Neben den eigentlichen Fußballmannschaften tragen die Aktivitäten der „Alten Herren“, der Gymnastikgruppen und der Freizeitmannschaft „Blaue Engel“ dazu bei. Im zweijährigen Rhythmus findet das vom Oldtimerclub ausgerichtete Oldtimertreffen statt, dessen Besucher- und Ausstellerzahlen mit jeder Veranstaltung zunehmen. Der Schützenverein hat neben der normalen Schießanlage zurzeit eine 300m Bahn im Bau, die neue Wege für den Schießsport eröffnet. Die Wanderfreunde Faid erbauten und betreuen die im "Hinterwald" gelegene Schutzhütte. Jährlich zum 1. Mai findet hier das Fest der Wanderfreunde statt. Die katholische Frauengemeinschaft, der Kirchenchor, der Möhnenverein und die Elterngruppe „Rund ums Kind“ tragen auf vielfältige Weise zu einem harmonischen Dorfleben bei.

Sehenswürdigkeiten / Gastronomie

Faid ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Moseltal. Ein ausgeschildertes Wald- und Wanderwegenetz mit Ruhebänken bietet Möglichkeiten zum Verweilen in der Natur. Egal welchen Weg Sie einschlagen, von den Höhen aus haben Sie ein ideales Panorama. Begleitet von einem schönen Ausblick über Wald und Flur erreicht man die Burgruine Winneburg; von hier aus hat man die Möglichkeit nach Cochem zu wandern oder einzusteigen ins „Tal der Wilden Endert“. Ein anderer Weg führt über den alten Waschplatz der Gemeinde Faid „Bohnert Kumb“, dessen Quelle immer Wasser führt, ins Enderttal. Das schöne Ellerbachtal ist eine weitere Wandermöglichkeit, dessen Weg kurz vor Eller am Portal des Kaiser-Wilhelm-Tunnels vorbeiführt. Die Nähe zur Eifel und der weltbekannten Rennstrecke, dem „Nürburgring“, eröffnet eine weitere Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Es lohnt sich aber auch, in Faid selbst zu verweilen, da auch die örtliche Gastronomie einiges zu bieten hat. Zahlreiche Privatzimmer und Ferienwohnungen geben Ihnen die Möglichkeit, sich vom Alltagsstress zu erholen und die nahezu unberührte Natur sowie die ländliche Ruhe zu genießen. Bei uns können Sie durchatmen und die gute Landluft genießen. Faid ist der ideale Ausgangsort für Ihren Urlaub im Ferienland Cochem.

Weitere Daten

Umfangreiche aktuelle statistische Daten zu der Ortsgemeinde Faid finden Sie auf der entsprechenden Internetseite des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz und unter ewois.de.