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Lage

Unmittelbar hinter Cochem, 4 km in Richtung Trier, liegt malerisch in einer großen Moselschleife das Winzerdorf Ernst. Die B 49 führt am Ort vorbei. Über die L 98 oder die B 259 ist die Autobahn A 48 zu erreichen. Die Fläche der Gemeinde umfasst 418 ha. Davon sind 90 ha Weinberge und 227 ha Wald. Zurzeit hat Ernst 617  Einwohner  mit Hauptwohnsitz und 40   mit Nebenwohnsitz.

Geschichte

Der Fund einer Getreidereibe aus der Lathenezeit könnte anzeigen, dass Ernst bereits 250 Jahre vor Chr. besiedelt war, also keltischen Ursprungs ist. Auch die früheste Erwähnung von Ernst als „Arnesche“ zeigt diesen keltischen Ursprung. 670 n. Ch.  vermacht „Hilduin“ Weinberge in Ernst seinem Schwager. Ernst bestand aus zwei Ortsteilen Ober- und Niederernst, war aber immer eine Ortsgemeinde. Die niedere Gerichtsbarkeit wurde im Mittelalter durch das Gericht Valwig-Ernst wahrgenommen. Als Ernst mit dem Rheinland zu Preußen kam, wurde von der Preußischen Regierung verfügt, dass Ober- und Niederernst zusammenwachsen sollen. Heute ist das zumindest an der Moselstraße erfolgt.

Das heutige Ortsbild ist durch den Bau der Kirche  und das Anlegen der Moselstraße Mitte des 19. Jahrhunderts geprägt. Ernst ist seit 2000 Jahren ein Weinbaudorf, noch heute gibt es 14 hauptberufliche Winzer und 10 Winzer im Nebenerwerb.

Kirchliches

Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Salvator ist Norbert Reichel. Zur Seelsorgeeinheit gehören auch Bruttig-Fankel und Vawig. 1377 wurde Ernst selbstständige Pfarrei. 1845 erhielt Ernst die heutige Kirche. Die beiden alten Kirchen in Ober- und Niederernst wurden in der Folge abgebrochen. Die evangelischen Christen in Ernst gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Cochem.

Wirtschaftstruktur

Haupterwerbszweig ist heute der Tourismus im Zusammenhang mit dem Weinbau. Ernst hält für den Tourismus rund 1100 Gästebetten bereit. 4 Hotels, 2 Speiselokale und in den Zeiten der Saison 6 Straußwirtschaften verdeutlichen den Umfang der Tourismusbranche. Durch die Nähe zur Kreisstadt Cochem ist Ernst auch ein Wohndorf für Pendler, die dort sowie in der nächst größeren Stadt Koblenz einer nichtselbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Für kleinere und mittlere Betriebe hat die Gemeinde ein Gewerbegebiet von 3,2 ha erschlossen, welches auch schon zum Teil bebaut ist.

Vereinsleben

Zahlreiche und sehr aktive Vereine prägen eine intakte dörfliche Gemeinschaft, in die auch der Gast gerne mit einbezogen wird. Die Feuerwehr mit einer angeschlossenen Jugendwehr,  einem Spielmanns- und Fanfarenzug  und einer Bigband ist sehr um die Jugend bemüht. Die Jugendfeuerwehr tritt jährlich bei diversen Wettkämpfen mit größtem Erfolg an. 17mal wurde bisher die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft gewonnen. Bei den deutschen Meisterschaften wurden mehrere hervorragende Platzierungen erzielt, 1985  waren die Ernster deutscher Vizemeister.

Der SSV, ein Fußballverein, spielt in der A-Liga. Im Jahre 2000 konnte der SSV den Spielbetrieb auf dem neu gebauten Rasenplatz aufnehmen. Sehr viel Engagement investiert der Verein in die Jugendarbeit. Im Jahr 2003 feierte man das 90jährige Bestehen mit einem großen Fest.

Der Heimat- und Verkehrsverein hat sich die Förderung des Fremdenverkehrs als Ziel gesetzt. Sein überaus großes Veranstaltungsangebot an Gäste ist beispielhaft.  Dazu gehört auch die jährliche Gestaltung des Weinfestes am zweitletzten Augustwochenende. Die Chorgemeinschaft ist aus dem früheren Kirchenchor entstanden. Bis heute werden ein niveauvoller Gesang gepflegt und auch die kirchlichen Feste mit Gesang verschönt.

Der Ernster Karneval wird durch den EKC äußerst gekonnt organisiert. Die Ernster Kappensitzung für Erwachsene und Kinder sowie die Umzüge bei Tag und bei Nacht sind im ganzen Umland bekannt.

Die Jugend hat in der früheren Schule einen eigenen Raum, den sie täglich in eigener Verantwortung nutzt.

Freizeitangebote

Gut ausgebaute Wanderwege durch Weinberge und Wald lassen keine Wünsche offen. Eine Wanderkarte auch für die Umgebung ist vorhanden. Sitzgruppen in den Weinbergen oder am Moselufer laden zum Ausspannen und zum Genießen der Landschaft ein.

Eine Schiffsanlegestelle im Dorf ermöglicht hervorragende Kombinationsmöglichkeiten bei der Ausflugsgestaltung, da namhafte Ziele bequem erreicht werden.  

Eine Grillhütte mitten im Wald lädt zum Verweilen und zu rustikalen Feierlichkeiten ein. Geführte Wanderungen mit Käse und Wein, geführte Fahrradtouren, Bimmel-Schiff-Wanderung und Infoabende des Heimat- und Verkehrsvereins, Fahrradverleih, zahlreiche Feste, musikalische Früh- und Dämmerschoppen runden das vielfältige touristische Angebot ab.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Salvator mit ihrer seltenen Doppelturmfassade, erbaut von Claudius von Lassaulx, Fachwerkhäuser
Taufstein von 1377
Wegekreuze und Dorfbrunnen.

Wappen

Von Silber und Grün gespalten. In Silber ein rotes Balkenkreuz, in Grün 9 (2:1, 2:1, 2:1) goldene Kugeln. Ernst gehörte bis 1798 zu Kurtrier, deshalb das kurtrierische Kreuz. Der hl. Quirinius führte neun Kugeln in seinem Wappen und war der Patron der Niederernster Kirche. Wappenentwurf Decku, St. Wendel.

Weitere Daten

Umfangreiche aktuelle statistische Daten zu der Ortsgemeinde Ernst finden Sie auf der entsprechenden Internetseite des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz und unter ewois.de.