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Topografische Lage

Zwischen Eifel und Hunsrück liegt am rechten Moselufer die Doppelgemeinde Bruttig-Fankel, ca. 7 km moselaufwärts der Kreisstadt Cochem. Zu erreichen ist Bruttig-Fankel über die Moselbrücke von der B 49 aus und von der L 89 am rechten Moselufer. Zwei Kreisstraßen, die K 35 und K 36, stellen die Verbindung zum nahen Hunsrück her. Auch vom Flugplatz Hahn bis in den schönen Moselkrampen sind nur knapp 40 km zu fahren. Wer will, kann Bruttig-Fankel auch mit dem Personenschiff erreichen. Die Einwohnerzahl beträgt 1.219, davon 675 im Ortsteil Bruttig und 496 im Ortsteil Fankel. Vor der Ortslage Fankel befindet sich die derzeit im weiteren Ausbau befindliche Moselstaustufe mit einer Besucherplattform.

Geschichte

Die ältesten Zeugen einer schon vorchristlichen Besiedlung stellen die gut erhaltenen Hügelgräber auf dem Bruttig-Fankeler Berg dar. Die erste urkundliche Erwähnung von Bruttig stammt aus dem Jahre 898. Im Jahre 1998 konnte man in Bruttig das 1.100-jährige Jubiläum feiern. Der Ortsteil Fankel wird als „vankela“ erstmals um 1100 in einem Stiftgüterverzeichnis von Karden erwähnt. Aus Bruttig stammt der bekannte Moselhumanist Petrus Mosellanus, der Rektor der Universität Leipzig war und 1519 die Leipziger Disputation zwischen Luther, Dr. Eck und Karlstatt eröffnete.

Kirchliches

Bruttig-Fankel ist eine katholische Pfarrei, die von Norbert Reichel betreut wird. Die Kreuzkapelle auf halber Höhe des ansteigenden Hunsrückberges wird auch von auswärtigen Christen als Wallfahrtskapelle aufgesucht. Die evangelischen Christen in Bruttig-Fankel gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Cochem.

Wirtschaftsstruktur

Bruttig und Fankel waren bis in die fünfziger Jahre fast reine Winzerdörfer. Der sich entwickelnde Tourismus in den folgenden Jahren hat in beiden Ortsteilen ein starkes Anwachsen des Bettenangebots für Urlauber bewirkt. Heute sind Weinhandel und Touristik die Hauptwirtschaftszweige des Ortes. Die Entwicklung im Weinbau hat inzwischen dazu geführt, dass viele Winzerbetriebe nur noch als Nebenerwerbsbetriebe arbeiten. Viele Pendler fahren zum Teil weite Strecken zum Arbeitsplatz. Die Grundversorgung mit Lebensmitteln usw. ist in beiden Ortsteilen noch gewährleistet. Die Ausweisung verschiedener Neubaugebiete hat in den letzten Jahren ein Zusammenwachsen beider Ortsteile bewirkt.

Vereinsleben

15 Vereine sorgen für ein reges Vereinsleben in der Gemeinde. Mit einem breiten Angebotsspektrum bieten sie Bürgern und Gästen eine Stätte der Begegnung, des Kennenlernens und der Behaglichkeit. Das Angebot für Jung und Alt findet sich in folgenden Bereichen: Gesang, Musik, Feuerwehr, Traditionen, Karneval, Wandern, Feiern, Führungen, Gymnastik für alle Altersgruppen.

Freizeitangebot

Die Gemeinde verfügt über einen Rasensportplatz, einen Kinderspielplatz im Ortsteil Bruttig mit angegliedertem Bolzplatz und einer Mini-Halfpipe-Anlage sowie einen Spielplatz im Ortsteil Fankel in zentraler Lage. Eine Schulturnhalle und eine Basketballanlage auf dem naturnahen Schulhof bieten weitere sportliche Aktivitäten. Angeln an der Mosel mit Angelgenehmigung (Verbandsgemeindeverwaltung Cochem-Land) ist ebenso möglich wie Schiffstouren von Bruttig aus. Ein weitläufiges gut beschildertes Wanderwegenetz mit vielen Aussichtspunkten steht ebenso zur Verfügung wie zwei Schutzhütten und einige Rasthütten. Weitere touristische Angebote sind wöchentlich geführte Wanderungen, Kellerbesichtigungen mit Weinprobe, historische Führungen im Ort und auf dem archäologischen Wanderweg auf Anfrage. In der näheren Umgebung (Umkreis 10 km) befinden sich drei Freibäder und ein Hallenwellenbad.

Sehenswürdigkeiten

Beide Ortsteile verfügen über einen reichen Bestand an Fachwerkhäusern, einige mit der architektonischen Besonderheit des Schwebegiebels und dem „Wilden Mann“ als weiteres Konstruktionsmerkmal. Die Brunnenstraße in Fankel zählt zu den ältesten Straßenzügen mit historischer Bebauung an der Mosel. Der Bahndamm in Bruttig ist Teilstück einer seinerzeit geplanten Eisenbahnstrecke zwischen Treis-Karden und Bullay, zu der auch ein Tunnel von 2,5 km Länge gehört, der 1947 größtenteils gesprengt wurde. Bogenförmige Durchlässe überspannen alle Querstraßen in Bruttig. Über den Bahndamm fuhr nie ein Zug. Er wurde bis vor kurzem noch als Weinbergsanlage genutzt. Weitere Kulturdenkmäler sind die Kirchen und Rathäuser in beiden Ortsteilen. Ein Ziehbrunnen, 1593 erstmals erwähnt, diente bis 1922 zur Wasserversorgung der umliegenden Häuser. Der Petrus-Mosellanus-Brunnen im Ortsteil Bruttig wurde anlässlich des 500. Geburtstages von Peter Schade (Petrus Mosellanus) vom Verkehrs- und Verschönerungsverein errichtet. Das Schunk´sche Haus von 1659, eines der prächtigsten Profanbauwerke der Spätrenaissance an der Mosel war das Privathaus eines kurtrierischen Schultheiß und Kaufmanns.

Sonstiges

Bruttig-Fankel ist Standort einer Grundschule mit angeschlossener Turnhalle und eines 2-Gruppen-Kindergartens. Die ehemalige Schule beherbergt heute eine Druckerei, in der u.a. die Software eines großen Schulverlages versandfertig gemacht wird.

Jährliche Feste

Pfingstfest
Happy Mosel (autofreier Sonntag) am Sonntag nach Pfingsten
Kirmes immer 2. Wochenende im August
Weinfest immer 2. Wochenende im Juli
Kirmes immer Wochenende vom oder nach dem 15. August

Wappen

Das Ortswappen von Bruttig-Fankel setzt sich zusammen aus den Wappen der beiden Ortsteile. Gespaltener Schild, vorn in silber ein roter Schlüssel, geteilt durch einen grünen Wellenbalken; hinten im grünen Feld eine goldene Lilie. Wappenentwurf A. Friderichs, Zell.

Weitere Daten

Umfangreiche aktuelle statistische Daten zu der Ortsgemeinde Bruttig-Fankel finden Sie auf der entsprechenden Internetseite des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz und unter ewois.de.